[VERHANDLUNGSFÜHRUNG] Existiert die Vertrags- und Verhandlungsfreiheit?

Das Verhandeln als Konfliktbearbeitungsverfahren genießt große Popularität und wird aus Unternehmenssicht als das vorteilhafteste Verfahren bewertet1. Verhandeln ist Ausdruck der verfassungsrechtlich geschützten Vertragsfreiheit, der die Annahme zugrunde liegt, dass Wirtschaftsparteien sich selbstbestimmt, eigenverantwortlich und vernünftig verhalten (I.). Zwar ist bekannt, dass die freie Willensbildung durch psychologische Determinismen sowie kognitive Barrieren und Verzerrungen beeinträchtigt werden kann.…

[MEDIATION] Emotionsfreie Wirtschaftsmediation ?

Nachfolgend soll untersucht werden, ob die Wirtschaftsmediation es den Parteien ermöglichen kann, einen Sachkonflikt unter Ausschalten der Emotionen erfolgreich zu bearbeiten, ohne zusätzliche Belastung und Zeitaufwand. Zunächst wird auf das juristische Mediationsmodell und das vermeintliche Sachlichkeitsgebot eingegangen (I.), anschließend wird das Postulat rational entscheidender Parteien hinterfragt (II.) und unter psychologischen Gesichtspunkten kritisch gewürdigt (III.), bevor…

[MEDIATION] Was kann die Parteien für die Mediation motivieren?

Es wird in jüngerer Zeit von verschiedenen Seiten in Europa immer wieder die Frage aufgeworfen, warum sich die Mediation als Streitbeilegungsmethode auch im grenzüberschreitenden Wirtschaftsverkehr trotz ihrer Vorzüge immer noch nicht durchsetzen konnte1. Abgesehen von den Fällen, in denen die Mediation vertraglich oder als Vorstufe zu einem Gerichtsverfahren zwingend vorgesehen ist, zögern Rechtsanwälte und Wirtschaftsmandanten…

[MEDIATION] Die Vergütung von Mediatoren in Wirtschaftsmediationen in Frankreich- aus Sicht eines Rechtsanwalts*

Während sich Anwälte, Unternehmen und Richter über die finanziellen Vorteile der Inanspruchnahme einer Mediation befragen, so haben die Mediatoren selbst oft den Eindruck, dass ihre Aufgabe nicht in der entsprechenden Höhe der Leistungen, die sie den Unternehmen zur Verfügung stellen, honoriert wird1. Sie tragen dazu bei, in wenigen Wochen, manchmal auch in nur wenigen Stunden,…

[ARBEITSRECHT] Die Reform zur Modernisierung des Arbeitsmarktes der Arbeitsvertrag und dessen Kündigung

PROBEZEIT (ARTIKEL L. 1221-19 BIS L. 1221-25 DES FRANZÖSISCHEN ARBEITSGESETZBUCHS) Die gesetzliche Dauer der Probezeit Die Dauer der Probezeit beträgt: maximal 2 Monate für Arbeiter und Angestellte, maximal 3 Monate für Vorarbeiter und technische Aufsichtspersonen, maximal 4 Monate für Führungskrafte. Die Probezeit kann einmal erneuert werden, falls der anwendbare Tarifvertrag dies erlaubt. Die Erneuerungsmöglichkeit muss…